Heute war es so weit: Mit unserer Fahrt nach Las Vegas läuteten
wir das Ende unseres Road-Trips ein. Doch
auch dieses Mal haben wir nicht den direkten Weg gewählt. Der Weg war wieder einmal
unser Ziel.
In Kalifornien begrüßte uns der neue Tag um 09:00 Uhr
morgens bereits mit 27°C. Unsere Kühlbox sollte sich im Laufe des Tages erneut
als beste Investition in diesem Urlaub herausstellen. Während unserer Fahrt über
die Route 66 nach Amboy kletterte das Thermometer weiter und weiter.
Amboy ist ein winziger Ort an der Route 66, der quasi nur
(noch) aus einer Tankstelle und einem Postoffice besteht. Gerade einmal 7 Leute
wohnen aktuell dort. Der Tankstellenmitarbeiter sagte uns, dass er je für 4
Tage Tag und Nacht vor Ort sei und dann erst wieder zurück nach Hause nach Lake
Havasu (AZ) fahre. Die Tankstelle hat zwar über Nacht geschlossen, doch wenn
jemand „out of gas“ ist, lässt sich der Tankstellenmitarbeiter natürlich gerne
wecken, um Benzin zu verkaufen. Schließlich soll ja niemand mitten in der Nacht
in der Einsamkeit der Wüste stranden müssen…
Direkt neben der Tankstelle befinden sich die Überreste von „Roy’s
Motel“ und der ehemaligen Grundschule von Amboy. Zeugnisse einer längst
vergangenen Epoche Amboys, die auf eine florierende Zeit entlang der Route 66
schließen lassen.
Dann genossen wir noch ein letzes Mal die Weiten der Route 66,
bevor…
… wir die Mojave National Preserve erreichten. In
Kelso suchten wir das Visitor Center auf, das gleichzeitig ein kleines Museum über
die Flora und Fauna der Mojave Desert und über die Geschichte des
Einsenbahnverkehrs in Kelso beherbergt.
Wenn wir eine Klapperschlange überfahren, sollten wir
aufpassen, sie sei nicht unbedingt sofort tot und könne uns mit ihrem Gift
immer noch schaden, so der Hinweis des freundlichen Rangers. Auf Klapperschlangen konnten wir gut
verzichten. Die in der Mojave Desert lebenden Landschildkröten hätten wir
allerdings zu gerne gesehen. Doch sie zeigen sich nur höchst ungern. Dafür genossen
wir noch Ausblicke auf die zweitgrößte Sanddüne in Nordamerika und unzählige Joshua-Trees.
Nun aber auf nach Las Vegas!
Über den I-15 steuerten wir die schillernde Stadt in der Wüste
an, wobei wir die Grenze von Kalifornien nach Nevada überquerten. Hier
nächtigen wir im „Aria“ in der 54. Etage (die Etagen von 40-49 gibt es allerdings
nicht). Der Blick ist toll!
Wir haben herausgefunden, dass es im „alten Las Vegas /
Downtown“ noch ein Kasino gibt, in dem die Einarmigen Banditen noch 5 – Cent Münzen
(und noch keine Wertcoupons) ausspucken. Den Nachmittag haben wir deshalb auf der
Freemont Street bzw. in den dortigen
Kasinos zugebracht. Da war es wieder, das Gedudel und Geklimper der
Spielautomaten. Da wir an 1 – Cent Automaten spielen, kann $ 1 für eine
halbe Stunde Spielen reichen. So ist auch ein Aufenthalt über mehrere Stunden finanziell
gut verkraftbar. :-)
Schließlich haben wir mit unserem Auto wieder das Parkhaus
unseres Hotels erreicht. Vegas wäre allerdings nicht Vegas, wenn man sein
Hotelzimmer schnell erreichen könnte. 20 – 30 Minuten darf man dafür gerne
einplanen, da man grundsätzlich IMMER das Kasino durchqueren muss, bevor man zu
den Fahrstühlen gelangt. Und die Kasinos sind alles andere als klein…
Nun stellen wir für morgen den „Wecker“: Hier werden wir
nicht unsanft von einem Gepiepe aus dem Schlaf gerissen, nein, wunschgemäß werden
die Vorhänge geöffnet, der Fernseher schaltet sich mit CNN ein und im Bad wird
das Licht langsam hochgedimmt. :-)
Aber warum sollen wir morgen einen Wecker brauchten?
Hier ein kleiner Tipp: Morgen wird es noch einmal richtig
heiß und es geht eher tief als hoch her.
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gefahrene Strecke: 224 mls / 360 km
Wetter: SONNE, SONNE, SONNE, 27-35°C
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??? :-)