Dienstag, 8. Mai 2012

Tag 5: Von Montrose (CO) nach Moab (UT)


Heute haben wir Colorado verlassen. Wir werden bestimmt nicht das letze Mal hier gewesen sein! Insbesondere die Rocky Mountains haben uns fasziniert. Eventuell planen wir ja mal irgendwann eine Route von Seattle bis nach Denver oder von Denver bis nach San Francisco…?

Kurz und knapp: Colorado bekommt einen Daumen nach oben. 

Doch bevor wir Colorado verlassen haben, haben wir einen Coldstone in Grand Junction aufgesucht. Hier gibt es unser geliebtes Eis, welches auf einer kalten Steinplatte durchgerührt wird. Je nach Wunsch werden dabei verschiedene Zusätze (z.B. Schokolade, Früchte, Gummibärchen, …) hinein gemixt. Auf dem Foto zu sehen ist übrigens der kleinste bestellbare Eisbecher… (er war riesig!!)


Dann ging es auf der I-70 weiter gen Westen. 



Doch wir wollten heute nicht den schnellsten Weg nehmen. Heute hieß es: Der Weg ist das Ziel! Darum haben wir die I-70 nach kurzer Zeit verlassen und sind auf den UT-128 abgebogen. Wie wir hörten, soll dies eine der schönsten Straßen der USA sein. Wir können dies nur bestätigen! 

Zunächst schlängelte sich die Straße zwischen den kargen Feldern entlang. Man konnte so weit schauen, wie das Auge reichte. Am Horizont zeichneten sich sowohl unsere geliebten Red Rocks als auch in weiter Ferne noch die schneebedeckten Kuppen der Berge ab. Am Straßenrand warnten Schilder vor Rindern, die die Straße überqueren könnten. Zäune o.ä. gab es nicht. Falls wir in unserem nächsten Leben als Rind geboren werden, möchten wir bitte genau dort leben. Doch nicht nur die schöne Landschaft erfreute unsere Gemüter. Nachdem sich schon keine Bighorn Sheep zeigten, liefen uns nun allerdings diese putzigen Geschöpfe vor die Linse:


Präriehunde! (zugegeben, wir haben auch erstmal gegoogelt…)

Nach einiger Zeit zeigte sich plötzlich der Colorado River zu unserer Linken. Die roten Felswände wurden immer enger und höher. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus! Die Straße kreuzt den Colorado River. Im April 2008 ist die Dewey-Brücke jedoch abgebrannt. Glücklicherweise wurde eine neue Brücke gebaut. Die verkohlten Überreste der alten Brücke wurden jedoch nicht entfernt, sondern können von neugierigen Touristen betrachtet werden. 


Die UT-128 hat eine Gesamtlänge von 71km. Hier die schönsten Eindrücke:













Heike und Dirk, bei der Red Cliffs Lodge haben wir an euch gedacht! :-)

Am Ende dieser Strecke liegt der Ort Moab, wo wir heute (natürlich nur im übertragenen Sinne) unsere Zelte aufschlagen. Koffer ins Hotel, weiter geht’s … und zwar in den Arches National Park direkt vor den Toren Moabs. 

Hier gibt es über 2.000 natürliche Steinbögen zu bestaunen. Bevor wir allerdings die Entstehung der Arches erklären, schaut doch einfach z.B. bei WIkipedia nach. :-)
 
Die imposantesten Steinbögen sind ausgeschildert und mit entsprechenden (Rund-) Wanderwegen von angelegten Parkplätzen aus zu Fuß zu erreichen. Wir haben uns für den Besuch folgender Arches entschieden:

-      -    The Window Section (North & South)
-      -    Delicate Arch
-      -    Landscape Arch

Darüber hinaus gab es natürlich auch weitere kleinere Arches und andere interessante Gesteinsformationen zu betrachten. Hier einige Impressionen: 











Während die Window Section recht einfach erreichbar war, mussten wir für einen Blick auf den Delicate Arch einen etwas längeren Weg in Kauf nehmen. Dies war jedoch nichts gegen den Weg zum Landscape Arch. In eine Richtung waren wir ca. 45 Min  über einen unbefestigten Sand-/ Kiesweg für die 1,3 km unterwegs. Nach jeder Kurve und nach jedem Hügel hofften wir, bald einen der größten Bögen der Welt sehen zu können. Im September 1991 brach ein riesiger Felsblock von der Unterseite des Bogens ab. Seither ist er an der dünnsten Stelle weniger als drei Meter dick. Endlich war es geschafft! 






Doch nicht nur der Fußweg zu den Arches war länger als gedacht, auch die Größe des Nationalparks hat uns überrascht. So waren es vom Parkplatz Delicate Arch bis zum Parkausgang ganze 32 km! Nun gab es noch eine kurze abendliche Stärkung und damit neigte sich der Tag dem Ende entgegen.


Gefahrene Strecke: 222 mls / 375 km
Wetter: sehr durchwachsen, 15-23°C



1 Kommentar:

  1. Wow hätte nicht gedacht, dass es so viele Bögen gibt und auch gleich so relativ nah. Wahnsinn!
    Heute war Dienstag, deswegen will ich auch leibe Grüße von allen TechLab-Mitgliedern aussprechen! David, wie vermissen udn beneiden dich.

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