Mittwoch, 9. Mai 2012

Tag 6: Von Moab (UT) nach Page (AZ)


Heute setzten wir unsere Fahrt in Richtung Westen fort. Bereits um 09:00 Uhr haben wir Moab verlassen. Wer den Westen der USA kennt, der weiß, dass man hier aufgrund der Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten nicht mal eben schnell etwas besichtigen kann. Wer also etwas sehen möchte, muss zwangsläufig auch einige Kilometer bzw. Meilen zurücklegen.


Nach 2,5 Stunden –incl. eines Stopps im Visitor Center in Blanding- haben wir schließlich das „Valley of the Gods“ erreicht. Es wird gerne als „kleines Monument Valley“ bezeichnet. Das Valley of the Gods wird vom Bureau of Land Management verwaltet. Die 17-Meilen lange Schotterpiste ist bisher touristisch gesehen eher ein weißer Fleck auf der Landkarte. Wir sind daher dort nur sehr wenigen Menschen begegnet. Wir konnten deshalb die vielfältigen Gesteinsformationen ungestört betrachten und eine absolute Stille wahrnehmen. 
















In direkter Nachbarschaft dazu befindet sich der „Goosenecks State Park“, dem wir natürlich auch einen Besuch abstatteten. Hier schlängelt sich der San Juan River durch einen tiefen Canyon. Wir legten eine kleine Pause am Canyonrand ein, von wo aus wir die Schönheit dieser einmaligen Landschaft bewunderten. 
 








Weiter ging es zum Monument Valley (UT und AZ), welches sich im Indianerreservat befindet und unter entsprechender Verwaltung steht. Nach einer Stippvisite im nicht sehr ansprechenden und mit Horden von Bus-Touristen überfüllten Visitor Center begaben wir uns auf den ebenfalls 17 Meilen langen Schotter-/ Sand - Rundweg. 

In der ersten Runde bestaunten wir die tollen Gesteinsformationen, in der zweiten Runde hingegen forderten wir die Offroad-Qualitäten unseres nicht mehr ganz so weißen Riesen heraus. 

Doch zunächst zu den „Monuments“: Wir haben uns für eine self-guided Tour entschieden. Anhand einer Karte, die uns bei der Einfahrt in das Gebiet überreicht wurde, konnten wir die besonderen Monuments ausfindig machen und jeweils eine kurze Erklärung dazu lesen. Die Strecke war in deutlich schlechterem Zustand als jene im Valley of the Gods. Sand und Stein(platten), teils mit großen Absätzen, machten so manchen Autofahrern das Leben schwer. Uns jedoch nicht! :-) Somit war nicht nur der Ausblick auf die Monuments ein Erlebnis. Auch die Fahrt über die teils recht anspruchsvolle Piste hat unglaublich viel Spaß gemacht – so viel, dass wir gleich noch eine Runde gedreht haben. :-)












Als wir uns schließlich auf den Weg zu unserem heutigen Ziel Page machten, war das Resultat unserer großen Fahrfreude nicht zu übersehen und leider auch nicht zu überhören. Der feine, rote Sand hatte sich wie ein Film auf das Auto gelegt und wohl auch ein kuscheliges Plätzchen irgendwo unter dem Auto gefunden. Bei starkem Einlenken quietschte und knarzte es fürchterlich. Das war wohl doch etwas viel Sand! :-) 



In Kayenta (AZ), dem nächsten Ort nach dem Monument Valley, befand sich direkt an der Durchgangsstraße eine Waschanlage. Ob das wohl Zufall ist…? 

Wir nutzen die Gelegenheit, um unseren Riesen wieder straßenfein zu machen. Seitdem quietscht und knarzt auch nichts mehr. :-) 




Bis nach Page war es allerdings noch ein kleines Stück. Nachdem wir Kayenta verlassen hatten, haben wir innerhalb der über 2 Stunden bis Page keinen richtigen Ort mehr gesehen. Nur Wiesen, Felsen, ein paar Tiere, eine Tankstelle im Nichts und die Sonne waren unsere Wegbegleiter. 

Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss: Mit der Überquerung der Grenze von Utah nach Arizona haben wir übrigens die Zeitzone gewechselt. Unsere Zeitdifferenz zum MESZ beträgt nun -9 Stunden.



Gefahrene Strecke: 330 mls / 531 km
Wetter: sonnig, nur selten mal eine Wolke bei 19 – 24°C




1 Kommentar:

  1. Wow echt ein Wahnsinn, dass es so viele schöne Orte gibt. Die Canyons sind echt sehenswert.
    Und gerade als man denkt "OMG, gönnt dem armen Auto doch wenigstens eine Wäsche, es hat echt doch so zuverlässig über 'Sand und 'Stein' gebracht!", da kommt schon die kleine Waschanlage, wie fein.^^
    Grüße und allseits gute Fahrt,
    Alex

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