Nach einem kurzen amerikanischen
Frühstück sind wir recht zügig aufgebrochen. Doch nicht nur unsere Mägen wollen
versorgt sein, auch der Tank unseres Mietwagens meldete Bedarf an. Also noch
mal eben ran an die Zapfsäule, damit uns der V8 nicht irgendwann unterwegs
seinen Dienst versagt.
Da wir die Hoffnung hatten,
weitere Tiere in freier Wildbahn sehen zu können, machten wir am Cheyenne
Mountain State Park Halt. Im Visitor Center erklärte uns die Rangerin
allerdings, dass der Park nicht für kurze Spaziergänge, sondern nur für längere
Wanderungen empfehlenswert sei. Dafür hielt sie allerdings wertvolle Informationen
für unsere geplante Tagesetappe bereit, die wir gerne ein unsere Planungen
eingebaut haben.
Unser Weg führte uns zunächst
nach Canon City. Dort kann die höchste Hängebrücke der USA bestaunt werden, die
über dem Arkansas River hängt. Diese befindet sich allerdings in einem
Vergnügungspark. Wer also über die Brücke fahren möchte, darf p. P. $ 25
berappen und kann sich ggf. anschließend noch bespaßen lassen. Wir haben uns
jedoch dafür entschieden, die Brücke nur einmal sehen zu wollen. Bei dem von
uns aufgesuchten Aussichtspunkt in einer Picknick-Area waren wir weit und breit
die Einzigen. Fein. :-)
Leider hat uns das gute Wetter
der letzten Tage ein wenig verlassen. Mit ca. 15°C und recht vielen Wolken am Himmel
war es heute eher frisch und teilweise auch sehr windig. Sobald wir wieder
Zuflucht im Auto gefunden hatten, gönnten wir uns die Wärme der Sitzheizung. :-)
Kurz hinter Canon City begann der „Bighorn
Sheep Canyon“. Leider war der Name nicht Programm. Die Bighorn Sheep
haben sich wieder nicht blicken lassen. Schade! Der Canyon hingegen zeigte sich
von seiner schönsten Seite. Die Straße schlängelte sich Kurve um Kurve neben
dem Arkansas-River entlang und schien kein Ende nehmen zu wollen.
Weiter ging es Richtung Monarch Pass.
Dies war nicht nur deshalb etwas Besonderes, weil wir auf einer Höhe von 11.312
feet / 3.448 Metern angelangt waren. Dieser Punkt ist gleichzeitig die
nordamerikanische kontinentale Wasserscheide. D.h., dass Flüsse westlich davon
in den Pazifik fließen, Flüsse östlich davon in den Atlantik. Mit 4°C war es hier
oben ziemlich kalt, also wollten wir schnell weiter!
Schließlich erreichten wir unser „Hauptziel“
des Tages: Den Black Canyon.
Kurz vor Montrose gelegen, hat
hier der Gunnison River einen Canyon geformt. Das Besondere ist die
Geschwindigkeit, mit der der Fluss aufgrund des starken Gefälles hinab rauscht.
Dadurch ist das charakteristische Erscheinungsbild eines tiefen Canyons mit
steilen Wänden entstanden. Nach einem kurzen Besuch im Visitor Center, das kürzlich von einem vergnügten Chipmunk heimgesucht wurde, haben wir
die verschiedenen Viewpoints angesteuert und folgende Ausblicke genossen:
Die Ruhe und Einsamkeit im Canyon
ist beeindruckend. Lediglich der Wind heulte durch die tiefe Schlucht, ein
Vogel zwitscherte oder ein Elch röhrte(!).
Doch leider muss auch dieser Tag
enden. Wir haben schließlich unser Hotelzimmer in Montrose bezogen. Nach einem
Entspannungsbad im nicht überdachten Jacuzzi unseres Hotels waren wir reichlich
durchgewärmt. Zum Abschluss des Tages haben wir den Drive-In (nicht
Drive-Thru!) von Sonic genutzt. Sonic ist eine amerikanische Fastfood Kette. Das
Highlight besteht darin, dass man in eine kleine „Parkbox“ fahren kann, von
dort über Gegensprechanlage seine Bestellung aufgibt und das Essen dann von
Sonic-Mitarbeitern/innen in der Regel auf Rollschuhen gebracht wird. Im Gegensatz zum Drive-Thru bleibt man während
des Essens jedoch in der Parkbox stehen.
Die Mägen
sind satt, die Augen schwer – gute Nacht! :-)
Gefahrene Strecke: 276 mls / 444
km
Wetter: durchwachsen, 10-20°C


hii,
AntwortenLöschenecht schöne Bilder, aber leider sieht die Brücke aus, als wäre sie im Niemandsland. War da wirklich ein großer Vergnügungspark? Wozu dient die Brücke den?
Sowas wie die nordamerikanische kontinentale Wasserscheide würde ich mir aber auch nicht entgehen lassen!^^
Viel Spaß noch euch beiden.