Nach einem Einkauf im Safeway begaben wir uns auf die
relativ kurze Fahrt zum Grand Canyon.
Die Tore des Nationalparks haben wir bereits vor 12:00 Uhr erreicht. An einem
der unzähligen Viewpoints haben wir Halt gemacht, um unser morgens gekauftes
Sandwich mit einem wundervollen Blick auf die Weiten des Grand Canyons zu
genießen. Die Sonne strahlte mit voller Kraft und manchmal hatten wir den
Eindruck, als würden wir nur auf eine riiiiesige Leinwand schauen, so
unwirklich wirkte die Kulisse.
Weiter ging es durch den Nationalpark Richtung Grand Canyon
Village, wo wir eine kleine Holzhütte am Canyonrand gebucht hatten.
Um den Nationalpark zu erkunden bzw. um weitere
atemberaubende Blicke auf den Grand Canyon erhaschen zu können, wollten wir das
Auto stehen lassen und Fahrräder mieten. Also haben wir den kostenlosen
Shuttlebus genommen, der uns zum Visitor Center und der
Fahrradverleihstation brachte. Doch
leider hatte der Fahrradverleih in dieser Saison noch nicht geöffnet. Also sind
wir dem nett angelegten Wanderweg am Canyonrand über fünf Kilometer zu Fuß
gefolgt. Unterwegs gab es einen kleinen Vortrag einer Rangerin, in dem sie über
die Entstehung des Grand Canyons berichtete. Der Grand Canyon ist ein relativ
junger Canyon, der nur entstehen konnte, da der Colorado River von den Rocky
Mountains bis zum Pazifik extreme Höhenunterschiede zurücklegt und nur so die Kraft hat, das Gestein aus- und
wegzuspülen. Der Bau des Glen Caynon Dams (siehe Bericht zu Page) stellte
jedoch einen Eingriff in den natürlichen Lauf des Flusses dar. Die Menge des
strömenden Wassers wurde kontrolliert, sodass nicht mehr so viel Wasser durch
den Colorado River fließt wie vor dem Bau des Glen Canyon Dams.
Kurz bevor wir wieder bei unserer Bright Angel Lodge
angelangt sind, richtete sich unsere Aufmerksamkeit auf ein Vogelpaar, welches
in der Nähe durch die Luft glitt. Auffällig war die riesige Spannweite der
Flüge. Sollten das etwa DIESE Vögel sein? Freundlicherweise haben sie sich auf
einem Felsvorsprung in Sichtnähe niedergelassen. Leider hatten wir nur unsere
kleine Kamera dabei, aber dennoch sind SIE zu erkennen: Kondore!
Und zwar Nr. 33 und Nr. 87. Sie wurden von Nationalparkrangern
zur Kontrolle und Überwachung des gefährdeten Bestands nummeriert. Wie wir
erfuhren, war das ein Anblick, den man nicht alle Tage erleben kann. Glück
gehabt! :-)
Der Tag neigte sich zwischenzeitlich schon fast dem Ende
entgegen. Wir suchten uns ein nettes Plätzchen, von dem man den Sonnenuntergang
gut beobachten konnte. Mit den schwindenden Sonnenstrahlen wirkte der Grand
Canyon wie ein graues Ungetüm, durch den sich Nebelschwaden zu ziehen schienen.
Es war faszinierend, diese Verwandlung zu beobachten!
Doch damit war unser Tag noch nicht zu Ende: Da es rund im
den Grand Canyon keine großen Städte gibt, gibt es quasi keine
Lichtverschmutzung. Einen solchen Sternenhimmel haben wir noch nie gesehen!
Überall leuchtende und funkelnde Sterne! Sogar die Milchstraße kann mit bloßem
Auge beobachtet werden.
Damit ging leider schon wieder ein weiterer, wundervoller
Tag zu Ende.
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gefahrene Strecke: 143 mls / 230 km
Wetter: Sonne pur, 25°C
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gefahrene Strecke: 143 mls / 230 km
Wetter: Sonne pur, 25°C
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