Samstag, 12. Mai 2012

Tag 8: Von Page (AZ) nach Grand Canyon Village (AZ)


Nach einem Einkauf im Safeway begaben wir uns auf die relativ kurze Fahrt zum Grand Canyon. Die Tore des Nationalparks haben wir bereits vor 12:00 Uhr erreicht. An einem der unzähligen Viewpoints haben wir Halt gemacht, um unser morgens gekauftes Sandwich mit einem wundervollen Blick auf die Weiten des Grand Canyons zu genießen. Die Sonne strahlte mit voller Kraft und manchmal hatten wir den Eindruck, als würden wir nur auf eine riiiiesige Leinwand schauen, so unwirklich wirkte die Kulisse. 




Weiter ging es durch den Nationalpark Richtung Grand Canyon Village, wo wir eine kleine Holzhütte am Canyonrand gebucht hatten.




Um den Nationalpark zu erkunden bzw. um weitere atemberaubende Blicke auf den Grand Canyon erhaschen zu können, wollten wir das Auto stehen lassen und Fahrräder mieten. Also haben wir den kostenlosen Shuttlebus genommen, der uns zum Visitor Center und der Fahrradverleihstation  brachte. Doch leider hatte der Fahrradverleih in dieser Saison noch nicht geöffnet. Also sind wir dem nett angelegten Wanderweg am Canyonrand über fünf Kilometer zu Fuß gefolgt. Unterwegs gab es einen kleinen Vortrag einer Rangerin, in dem sie über die Entstehung des Grand Canyons berichtete. Der Grand Canyon ist ein relativ junger Canyon, der nur entstehen konnte, da der Colorado River von den Rocky Mountains bis zum Pazifik extreme Höhenunterschiede zurücklegt und  nur so die Kraft hat, das Gestein aus- und wegzuspülen. Der Bau des Glen Caynon Dams (siehe Bericht zu Page) stellte jedoch einen Eingriff in den natürlichen Lauf des Flusses dar. Die Menge des strömenden Wassers wurde kontrolliert, sodass nicht mehr so viel Wasser durch den Colorado River fließt wie vor dem Bau des Glen Canyon Dams.







Kurz bevor wir wieder bei unserer Bright Angel Lodge angelangt sind, richtete sich unsere Aufmerksamkeit auf ein Vogelpaar, welches in der Nähe durch die Luft glitt. Auffällig war die riesige Spannweite der Flüge. Sollten das etwa DIESE Vögel sein? Freundlicherweise haben sie sich auf einem Felsvorsprung in Sichtnähe niedergelassen. Leider hatten wir nur unsere kleine Kamera dabei, aber dennoch sind SIE zu erkennen: Kondore

Und zwar Nr. 33 und Nr. 87. Sie wurden von Nationalparkrangern zur Kontrolle und Überwachung des gefährdeten Bestands nummeriert. Wie wir erfuhren, war das ein Anblick, den man nicht alle Tage erleben kann. Glück gehabt! :-) 




Der Tag neigte sich zwischenzeitlich schon fast dem Ende entgegen. Wir suchten uns ein nettes Plätzchen, von dem man den Sonnenuntergang gut beobachten konnte. Mit den schwindenden Sonnenstrahlen wirkte der Grand Canyon wie ein graues Ungetüm, durch den sich Nebelschwaden zu ziehen schienen. Es war faszinierend, diese Verwandlung zu beobachten!



Doch damit war unser Tag noch nicht zu Ende: Da es rund im den Grand Canyon keine großen Städte gibt, gibt es quasi keine Lichtverschmutzung. Einen solchen Sternenhimmel haben wir noch nie gesehen! Überall leuchtende und funkelnde Sterne! Sogar die Milchstraße kann mit bloßem Auge beobachtet werden.  

Damit ging leider schon wieder ein weiterer, wundervoller Tag zu Ende.

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gefahrene Strecke: 143 mls / 230 km
Wetter: Sonne pur, 25°C


 

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