Nach einem für amerikanische
Verhältnisse außergewöhnlich gutem Frühstück begaben wir uns nach Seligman.
Dieser Ort sollte unser Ausgangspunkt für unsere heutige Route 66 – Erkundung sein.
Die Route 66 war früher die Hauptverkehrsroute
von Chicago nach Los Angeles. Doch durch das steigende Verkehrsaufkommen wurde
der Bau größerer Straße erforderlich.
Diese Straßen folgten dem Verlauf der Route 66 jedoch nur bedingt. Manchen Orten,
die vom Durchgangsverkehr lebten, wurde quasi von heute auf morgen die
Existenzgrundlage entzogen. Viele dieser Orte überlebten den Wandel nicht und
verkamen zu Ghost Towns.
Die Brüder Delgadillo Versuchten in
Seligman jedoch mit Erfolg, sich diesem Wandel zu widersetzen. Noch heute
existieren der familenbetriebene Souvenirladen und der weltbekannte Snow Cap, in dem man z.B. "Cheeseburger with Cheese" bestellen kann. Natürlich
suchten wir diese beiden Orte auf.
Im Souvenirladen haben wir
unseren US-Kennzeichen Bestand aufgestockt. Hier unsere Ausbeute:
Der Snow Cap ist für seine Späße
mit den Gästen bekannt. So hat eine Asiatin, die eine kleine Eistüte bestellte,
eine etwa fingerhutgroße Waffel mit Eis erhalten. Hierfür sollte sie dann $ 2
berappen. Ihr verwirrter Blick brachte alle um sie herum zum Lachen. Natürlich war
das nur Spaß und sie hat ihre „richtige“ Eistüte erhalten. Nach Abschluss
unserer Bestellung wurden wir gefragt, ob wir Senf haben wollten. Zeitgleich wurde
bereits eine Senftube auf uns gerichtet, aus der Senf auf uns gespritzt wurde.
Vermeintlich. Was man im ersten Moment als Senf identifiziert hat, war nur ein
Faden. Aber für eine Schrecksekunde und
zur Erheiterung der Gemüter hat es gereicht.
Im Garten des Snow Cap standen einige
alte Autos, die als Vorbild für den Trickfilm „Cars“ dienten.
Was für ein toller Ort!
Der weitere Weg über die Route 66 führte uns nach Hackberry,
wo wir in einer Art Museum alte Autos (bzw. deren Überreste), die den Charme der Straße ausmachten,
bewundern konnten. Auch diverse alte Zapfsäulen waren ausgestellt.
A propos alt, unser nächster Stopp führte uns zum Airport
Kingman. Aufgrund des trockenen Wüstenklimas werden dort alte bzw. nicht mehr
benötigte Flugzeuge abgestellt. Ein richtiger Flugzeugfriedhof für ca. 100
Flugzeuge aus aller Welt.
Weiter ging es nach Oatman. Die bisher scheinbar unendlich
langen Geradeausstrecken wichen einem kurvenreichen Anstieg. Kurz vor Oatman
begrüßten uns bereits die ersten „Burros“, die von ehemaligen Goldgräbern
zurückgelassenen und mittlerweile wild lebenden Esel. Sie sind eine der
Touristenattraktionen des sehr kleinen Ortes. Wir bummelten die „Hauptstraße“
auf und ab und ließen die Atmosphäre auf uns wirken.
Vom mittlerweile recht heißen
Wetter etwas geschafft, machten wir uns auf den Weg nach Needles. Dabei verließen
wir Arizona und sind nun für wenige Stunden in Kalifornien, bevor wir morgen
nach Nevada weiter reisen.
Gefahrene Strecke: 240 mls / 386 km
Wetter: Wieder Sonne
pur, 25-37°C



















