Heute setzten wir unsere Fahrt in Richtung Westen fort.
Bereits um 09:00 Uhr haben wir Moab verlassen. Wer den Westen der USA kennt, der weiß, dass man hier
aufgrund der Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten nicht mal eben
schnell etwas besichtigen kann. Wer also etwas sehen möchte, muss zwangsläufig
auch einige Kilometer bzw. Meilen zurücklegen.
Nach 2,5 Stunden –incl. eines Stopps im Visitor Center in
Blanding- haben wir schließlich das „Valley of the Gods“ erreicht. Es wird
gerne als „kleines Monument Valley“ bezeichnet. Das Valley of the Gods wird vom
Bureau of Land Management verwaltet. Die 17-Meilen lange Schotterpiste ist
bisher touristisch gesehen eher ein weißer Fleck auf der Landkarte. Wir sind
daher dort nur sehr wenigen Menschen begegnet. Wir konnten deshalb die
vielfältigen Gesteinsformationen ungestört betrachten und eine absolute Stille
wahrnehmen.
In direkter Nachbarschaft dazu befindet sich der „Goosenecks
State Park“, dem wir natürlich auch einen Besuch abstatteten. Hier schlängelt
sich der San Juan River durch einen tiefen Canyon. Wir legten eine kleine Pause
am Canyonrand ein, von wo aus wir die Schönheit dieser einmaligen Landschaft
bewunderten.
Weiter ging es zum Monument Valley (UT und AZ), welches sich
im Indianerreservat befindet und unter entsprechender Verwaltung steht. Nach
einer Stippvisite im nicht sehr ansprechenden und mit Horden von Bus-Touristen
überfüllten Visitor Center begaben wir uns auf den ebenfalls 17 Meilen langen
Schotter-/ Sand - Rundweg.
In der ersten Runde bestaunten wir die tollen
Gesteinsformationen, in der zweiten Runde hingegen forderten wir die
Offroad-Qualitäten unseres nicht mehr ganz so weißen Riesen heraus.
Doch zunächst zu den „Monuments“: Wir haben uns für eine
self-guided Tour entschieden. Anhand einer Karte, die uns bei der Einfahrt in
das Gebiet überreicht wurde, konnten wir die besonderen Monuments ausfindig
machen und jeweils eine kurze Erklärung dazu lesen. Die Strecke war in deutlich schlechterem Zustand als jene im
Valley of the Gods. Sand und Stein(platten), teils mit großen Absätzen, machten
so manchen Autofahrern das Leben schwer. Uns jedoch nicht! :-) Somit war nicht
nur der Ausblick auf die Monuments ein Erlebnis. Auch die Fahrt über die teils
recht anspruchsvolle Piste hat unglaublich viel Spaß gemacht – so viel, dass
wir gleich noch eine Runde gedreht haben. :-)
Als wir uns schließlich auf den Weg zu unserem heutigen Ziel
Page machten, war das Resultat unserer großen Fahrfreude nicht zu übersehen und
leider auch nicht zu überhören. Der feine, rote Sand hatte sich wie ein Film
auf das Auto gelegt und wohl auch ein kuscheliges Plätzchen irgendwo unter dem
Auto gefunden. Bei starkem Einlenken quietschte und knarzte es fürchterlich.
Das war wohl doch etwas viel Sand! :-)
In Kayenta (AZ), dem nächsten Ort nach dem Monument Valley,
befand sich direkt an der Durchgangsstraße eine Waschanlage. Ob das wohl Zufall
ist…?
Wir nutzen die Gelegenheit, um unseren Riesen wieder
straßenfein zu machen. Seitdem quietscht und knarzt auch nichts mehr. :-)
Bis nach Page war es allerdings noch ein kleines Stück.
Nachdem wir Kayenta verlassen hatten, haben wir innerhalb der über 2 Stunden
bis Page keinen richtigen Ort mehr gesehen. Nur Wiesen, Felsen, ein paar Tiere,
eine Tankstelle im Nichts und die Sonne waren unsere Wegbegleiter.
Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss:
Mit der Überquerung der Grenze von Utah nach Arizona haben wir übrigens die
Zeitzone gewechselt. Unsere Zeitdifferenz zum MESZ beträgt nun -9 Stunden.
Gefahrene Strecke: 330 mls / 531 km
Wetter: sonnig, nur selten mal eine Wolke bei 19 – 24°C










Wow echt ein Wahnsinn, dass es so viele schöne Orte gibt. Die Canyons sind echt sehenswert.
AntwortenLöschenUnd gerade als man denkt "OMG, gönnt dem armen Auto doch wenigstens eine Wäsche, es hat echt doch so zuverlässig über 'Sand und 'Stein' gebracht!", da kommt schon die kleine Waschanlage, wie fein.^^
Grüße und allseits gute Fahrt,
Alex